Eberhard Frowein
1881 - 1964

Eberhard Frowein

Eberhard Frowein wurde am 24. Mai 1881 in Elberfeld im Rheinland geboren. Sein Vater, Abraham Frowein, war Textilfabrikant. Der Wunsch der Familie war es, dass auch Eberhard in der Textilbranche tätig werden sollte.

Nach einem Studienaufenthalt in der Schweiz, entschloss er sich jedoch für ein Leben als freier Schriftsteller. 1906 heiratete er die Berlinerin Claire Marie Runk und sie lebten während der folgenden Jahre in Berlin.

Eine erste erfolgreiche Veröffentlichung gelang Frowein 1921 mit dem Roman „Das Haus am bunten Fluß“, in welchem er über das Leben einer Besitzerfamilie einer Tuchfabrik sowie deren Mitarbeiter schrieb. Er machte auch Filme – Filme mit sozialkritischem Inhalt sowie Filme zum bis dahin tabuisierten Thema Sexualität. In den Filmen „Die Ehe“ und „Fruchtbarkeit“ (1928 und 1929), nach den Büchern des Niederländers van de Velde, führte Frowein Regie.

Der Roman „Du selber bist das Rad“(1934) wurde vier Jahre später unter dem Titel „Du und ich“ neu aufgelegt und wurde auch zum Titel des gleichnamigen Films.

Eberhard Frowein war während der Dreißigerjahre, in welchen die Filmindustrie zur Hochblüte gelangt war – teilweise auch zur Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts – als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent erfolgreich geworden. Zu seinen bekanntesten Filmen zählten „Am seidenen Faden“ sowie „Ziel in den Wolken“(1938) und später, während des Krieges, „Ich klage an“(1941).

Mit Ehefrau und seiner Sekretärin kam er während der Sommerwochen gerne nach Altaussee. Von 1939 bis 1943 logierte er im „Hotel am See“.

Als Frowein und seine Frau im Juni 1944 wieder nach Altaussee kamen, sollte es ein Aufenthalt für immer werden. Ihre Wohnung in Berlin war durch Bomben zerstört worden. Im „Hotel am See“ konnten sie nicht mehr wohnen, da es als Lazarett diente. Das Paar mietete sich in Altaussee, Fischerndorf Nr. 14 ein. Nach vierzehn Jahren erfolgte wegen Zahlungsunfähigkeit jedoch die Kündigung. Das Haus Lichtersberg Nr. 60 wurde die neue Wohnadresse in Altaussee.

In Altaussee verfasste Eberhard Frowein die Romane „Die eiserne Ann“, so wurde eine moderne Strumpfwirkmaschine benannt, „Wunderwaffe Falschgeld“ und 1955 seinen letzten Roman „Das Double und der Teufel“. Für den Film „Der Sonnblick ruft“ führte er wieder Regie. Das Drehbuch zum Nachkriegsfilm „Das Tor zum Frieden“, 1955, brachte ihm einen Streit vor Gericht ein.

Nach 54-jähriger Ehe verstarb Froweins Frau. Vier Jahre später, 1964, starb Eberhard Frowein verarmt in Altaussee, wo er auch begraben wurde.

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