Alfred Komarek

Alfred Komarek

Alfred Komarek wurde am 5. Oktober 1945 in Bad Aussee geboren. Hier besuchte er auch die Mittelschule.
In Wien studierte er Jus und begann zu schreiben, da er „dringend Geld brauchte“. Die ersten schriftstellerischen Arbeiten waren Glossen und Reportagen für Zeitungen. Mit Texten für das Radio gewann er in den 70er Jahren eine große Fangemeinde – die Ö3-Sendung „Melodie exklusiv“ wurde legendär. Es folgten Arbeiten auch für deutsche Rundfunksender, für die er Features, Hörspiele, Feuilletons, Erzählungen und TV-Drehbücher verfasste. Er schrieb Texte für die TV-Reihe „Universum“ sowie für viele Dokumentationen.
Alfred Komarek ist Autor zahlreicher Bücher sowie von Beiträgen in Magazinen und Zeitschriften, in welchen er sich als literarischer Wegbegleiter durch österreichische und europäische Kulturlandschaften erweist. Sein Buch „Ausseerland. Die Bühne hinter den Kulissen“, 1992, dokumentiert seine tiefe Bindung zur Heimat und der eigenwilligen Ausseer Bevölkerung in ironischer und pointierter Betrachtungsweise.  So schreibt er etwa: „… alles fängt damit an, dass die Erdgeschichte seit Millionen Jahren eine erstaunliche Bereitschaft zeigt, dem Wesen der Ausseer gerecht zu werden. Sie hat mit einem geräumigen Talkessel für ein behagliches Nest gesorgt und an seinen Rand Berge gestellt, so schön, dass sie zahlungskräftige Gäste anlocken, und so hoch, dass nicht jeder dahergeflogene Kuckuck auf die Idee kommt, ein Ei zu hinterlegen. Auch sonst ist alles ganz einfach: Wer zum Grundlsee möchte, folgt der Traun, wer zum Altausseer See will, folgt der Traun, wer den Ödensee anstrebt, folgt der Traun, und wer das Ausseerland Richtung Hallstatt verlassen will, tut das erst recht traunabwärts. Es ist ein Streich von geradezu genialer Hinterlist, alle Flüsschen des Landes beim gleichen Namen zu nennen.
Die Ausseer wissen Bescheid, und allen anderen gönnt man gerne die lehrreiche Erkenntnis, dass ein Begriff hierzulande für jede Richtung gelten kann, ebenso aber auch für eine gemeinsame.“
Sein erster Kriminalroman, „Polt muss weinen“, wurde mit dem Friedrich Glauser-Preis als bester deutschsprachiger Krimi des Jahres 1998 ausgezeichnet. Es folgten 6 weitere Polt-Romane – fünf wurden für das Fernsehen verfilmt. Gemeinsam mit dem Regisseur Julian Pölsler, der auch in Altaussee ansässig ist, erhielt Alfred Komarek 2002 die „Romy“ für das beste Drehbuch. Die Käfer-Romane, „ Die Villen der Frau Hürsch“, 2004, „Die Schattenuhr“, 2005, wurden ebenfalls verfilmt, mit „Narrenwinter“,  2006, und „Doppelblick“, 2008, folgten Fortsetzungen.

Eine Auswahl weiterer Titel:
Weinviertel, 1998
Katz- und Kratzgeschichten, 2000
Das Rote Nasen-Geschichtenbuch, 2003
Im tiefsten Waldviertel, 2007
Spätlese. Texte aus vier Jahrzehnten, 2007
Anstiftung zum Innehalten, 2010
Semmering, 2012
Wachau, 2013
Schräge Vögel, 2014
Alt, aber Polt, 2015 (der 7. Polt-Roman)
Mitwirkung bei Kunst- und Fotoprojekten.

Alfred Komarek erhielt – neben anderen Preisen und Ehrungen –
den Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz im Denken und Handeln, 2011, sowie
das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse, 2016.

Alfred Komarek lebt in Wien, Niederösterreich und Bad Aussee.

Museumseintritt

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